Das Präsidium des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV) hat ein sofortiges Spielverbot gegen den FCA Darmstadt ausgesprochen. Die bedauerlichen Entwicklungen rund um den Verein sind der Öffentlichkeit allenthalben bekannt. Das betrifft sowohl das laufende Insolvenzverein als auch die Platzfrage. Der Verein, der vergangene Saison noch mit drei Mannschaften am Spielbetrieb teilgenommen hatte und mit der ersten Mannschaft aus der Verbandsliga Süd abgestiegen war, meldete für die aktuelle Saison nur noch ein Team für die Kreisliga C Darmstadt. Fußballwart Michael Sobota und Klassenleiter Dieter Behrendt kamen dem Verein entgegen und sorgten dafür, dass der FCA die ersten Spiele stets auswärts antreten konnte. Der Platz am Gehmerweg in Arheilgen ist unbespielbar, das gesamte Gelände bekanntermaßen in einem schlimmen Zustand.
Nun ist der HFV in Erscheinung getreten.Das Spielverbot basiert auf der Grundlage hoher Schulden gegenüber dem Verband, die sich zu einem fünfstelligen Betrag summiert haben. Leider ist es dem Verein nicht gelungen, mit dem HFV eine Grundlage für die Rückzahlung des offen stehenden Betrages zu schaffen. Kaum verwunderlich, schwebt doch über allen finanziellen Aktivitäten der Verantwortungsträger das Insolvenzverfahren.
Es ist absolut bedauerlich, dass ein renomierter und traditionsreicher Verein möglicherweise ganz von der Landkarte des Fußballkreises Darmstadt verschwindet. Tradition alleine schützt aber vor Ereignissen, die aktuell den FCA Darmstadt betreffen, nicht. Dabei liegen die gemachten Fehler in der nahen und mittleren Vergangenheit des Clubs. Gerne hätte der Kreisfußballausschuss den Verein (auch mit finanziellen Mitteln) unterstützt.Wegen der vertrakten Situation rund um das Insolvenzverfahren ist dies jedoch nicht möglich.
Michael Sobota
-Kreisfußballwart-
